Metabolismus

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Metabolismus

Projektleiter:     Ulrich Kintscher, Michael Schupp, Joachim Spranger, Stephan Anker

Grafik Metabolism
Grafik Metabolism

Partner: Joachim Spranger (Endocrinology, Charité), Jürgen Scholze (Outpatient Clinic, Charité), Philipp Stawowy (Cardiology, DHZB), Simone Spuler (ECRC, Charité), M. Boschmann (ECRC, Charité)              

Wenn  die Kontrolle des Körpergewichts aus den Fugen gerät, kann es zu vermehrter Gewichtszunahme kommen die schließlich zu Adipositas führt, oder zu  progressiver Gewichtsabnahme (Kachexia). Zwischen diesen beiden Extremen gibt es eine Schnittmenge, die von gemeinsamen molekularen Vermittlern von Krankheitsprozessen gebildet wird. Basierend auf diesen gemeinsamen Mustern in der Krankheitsentstehung konzentriert sich der Forschungs-schwerpunkt Metabolismus auf molekulare Mechanismen die in beiden Richtungen an der Kontrolle des Körpergewichts beteiligt sind. Studien über den Einfluss von genetischen und epigenetischen Faktoren beleuchten die metabolische Kontrolle in der sehr frühen Lebensphase.

Kachexie (Anker)
Man geht davon aus, dass alle Formen der Kachexie, wie sie bei COPD, Krebs, Infektionen und hohem Alter gesehen werden zu pathophysiologischen  kardiovaskulären Veränderungen führen,  nämlich  zu Herzinsuffizienz. Diese Veränderungen sind entscheidend für die Prognose. Störung der endothelilalen Funktion und der Regulation der peripheren Durchblutung  führen zu Ischämie und Hypoxie des peripheren Gewebes und zur vermehrten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und Entzündungsprozessen. Wir haben einige Belege dafür, dass in allen Formen der Kachexie -unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung- neurohumorale Aktivierung auftritt, die im allgemeinen mit chronischer Herzinsuffizienz einhergeht. Darüberhinaus sind kachektische Patienten fast immer kurzatmig, wenig ausdauernd und haben oft Ödeme, alles typische Symptome chronischer Herzinsuffizienz. Wir konnten bereits zeigen, dass verschiedene Medikamente gegen Herzinsuffizienz, z.B. ACE-Hemmer und beta Blocker, auch kachektische Parameter positiv beeinflussen. Darauf aufbauend wird im Folgenden der Nutzen dieser cardiovaskulären Medikamente in Einsatzbereichen außerhalb der cardiovaskulären Kachexie, so z.B. bei Kachexie und Krebs anhand von Tiermodellen evaluiert.

Adipositas (Kintscher)
Fettleibigkeit ist ein Hauptrisikofaktor für cardiovaskuläre Erkrankungen (CVD). Unsere Arbeit fokussiert sich auf Mechanismen die an der adipositas-vermittelten CVD beteiligt sind. In diesem Rahmen konzentrieren wir uns auf  die wechselseitige Kommunikation (cross-talk) zwischen Geweben wie Fettgewebe, Skelettmuskel, Leber und cardiovaskulären Organen wie dem Herz und  den Blutgefässen. Die Regulation des Gewebe cross-talks durch endokrine Mediatoren wie nukleäre Hormonrezeptoren ist eines der Hauptforschungsfelder. Wir verfolgen dabei einen strengen translatorischen Ansatz indem wir von Zellkulturmodellen über Tiermodelle zu klinischen  Wirksamkeitsstudien ("proof of concept") im Menschen gelangen

Der Forschungsschwerpunkt Metabolismus arbeitet eng mit einigen anderen klinischen Gruppen und Grundlagenforschern  zusammen. Das Schema unten zeigt die aktuell geförderten Projekte an der Charité.